Ein Rundgang durchs jüdische Baden


Oberrabbiner Prof. Wilhelm Reich
(1852 - 1929); Aufnahe 1905

Vor dem Einmarsch der Nationalsozialisten war Baden Sitz der drittgrößten jüdischen Gemeinde Österreichs. Die Mitgliederanzahl der Badener Kultusgemeinde, deren Sprengel auch die Gerichtsbezirke Baden und Pottenstein sowie den Ort Gumpoldskirchen umfasste, wird mit über 2000 Seelen beziffert, das heißt mit rund 10 % der Gesamtbevölkerung beziffert. Besonders hoch war auch der Anteil der jüdischen Kurgäste, welche insbesondere aus den Nachfolgestaaten der österreichisch-ungarischen Monarchie kamen. Der Badener Bürgermeister Josef Kollmann führte ihn gar mit 2/3 der Gesamtbesucher an (Quelle: H. Meissner, Der Prozess Kollmann, S8 f).

Neben Baden verzeichneten auch die Orte Bad Vöslau sowie der Ort Gainfarn, der nunmehr Vöslau eingemeindet ist, einen größerer Anteil jüdischer Bevölkerung. In Vöslau-Gainfarn existierte daher unter anderem auch eine öffentliche Synagoge in der Petzgasse 3, eine koschere Fleischbank und auch ein israelitisches Ferienheim.

In unserem Rundgang – den wir laufend erweitern – aufgenommen sind Bauwerke und Plätze, welche für die Geschichte der jüdischen Gemeinde Badens von besonderer Bedeutung sind.

Für Tipps uns Anregungen sind wir immer offen und dankbar

Villa Epstein, Baden, Rainergasse 1
Villa Hahn, Weilburgstrasse 81 bis 85
Villa Jellinek-Mercedes, Wienerstrasse 45
Wohnhaus von Oberrabbiner Dr. Hartwig Carlebach, Helenenstrasse 4
Jüdischer Friedhof, Baden, Halsriegelstrasse 2
Koscheres Hotel Schey, Annagasse 21
Rituelles Bad, Vöslauerstrasse 31
Waisenhaus des Kriegswaisenfonds der Agudath Israel, Germergasse 48
Privatsynagoge der Familie Deutsch in der Wassergasse, Wassergasse 14
Koscheres Restaurant Rausnitz, Annagasse 18
Altersheim der Chewra Kadisha Wien, Braitnerstrasse 21
Hermann Todesco Stiftung für arme Badebedürftige, Johannesgasse 11
Wohnhaus Oberrabbiners Prof. Wilhelm Reichs, Theaterplatz 1
Geburtshaus des Nobelpreisträgers Dr. Karl Landsteiner (1868-1943) Conrad von Hötzendorfplatz 4
Geburtshaus des Schauspieler und Regisseurs Max Reinhardt (1873-1943) Mariengasse 2

Synagoge Bad Vöslau


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